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Rosengarten - Latemar

Rosengarten und Latemar sind als „serielles Welterbegut“ in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen.
Der Kalkstein des Rosengarten und des Latemar besteht aus Kalzium- und Magnesiumkarbonat und lässt sich beim Beträufeln mit verdünnter kalter Salzsäure nicht aufbrausen und im Vergleich zu Kalk schlechter ritzen.
Auf diese Gesteins- und Kalkart wurde als Erster der französische Forscher; Mineraloge, Alpenforscher und Vulkanologe Déodat de Dolomieu im Jahre 1789 aufmerksam. Der Name des Gesteins findet sich dann erstmals 1792 beim Genfer Chemiker Nicolas Théodore de Saussure, der in einer Analyse des Minerals die Bezeichnung «Dolomie» verwendet. Sieben Jahre später enthält eine Reisebeschreibung des Geologen Christian Leopold von Buch den deutschen Begriff Dolomit. Er setzt sich gegen Begriffe wie Bitterspath und andere durch. Mit dem 1864 in London erschienenen Buch «The Dolomite Mountains» von Josiah Gilbert und George Cheetham Churchill wurde der Titel dieses Werkes zum geografischen Namen der ganzen Gebirgsregion erhoben. Auf den offiziellen Karten von Österreich und Italien erscheint der Name «Dolomiten» im Jahre 1876
Geologisch gesehen, sind der Rosengarten und der Latemar gewaltige Überreste und Ruinen von „gewachsenen“ Riffen und Stöcken. Das Zusammenspiel von nährstoffreichen Tiefenwässern mit dem lichtdurchfluteten Schelf des warmen Trias-Meeres  führte zu einer enormen Kalkproduktion durch kalkabscheidende Organismen wie Korallen, Schwämme und Algen. (Am Großen Barriere-Riff vor der Ostküste Australiens kann man gegenwärtig einen ähnlichen Vorgang beobachten.) Das langsame Absinken des kristallinen Krustensockels ermöglichte die Anhäufung der mächtigen Kalksedimente. Zwischen den mitteltriadischen Riffen der heutigen Dolomiten ragten auch Vulkane empor.
Um die Entstehung besser zu veranschaulichen  empfiehlt sich eine Wanderung durch das  UNESCO-Weltnaturerbe "Geoparc Bletterbach", ein beeindruckender Canyon, gleichzeitig Erlebnispark, Lernstätte und Naturdenkmal, oder ein Besuch des Naturmuseums Südtirol, Bindergasse 1 in der Landeshauptstadt Bozen.
In vielen Jahrtausenden entstanden so die imposanten Türme und Dome, deren gewaltige und einmalige Architektur wir heute noch bestaunen. . . . und wer auf Wanderungen mit offenen Augen Ausschau hält, findet vielleicht Jahrmillionen alte Zeugen dieser Erdgeschichte.

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